Schulprogramm

1. Erziehungs- und Bildungsauftrag und Entwicklungsziele

Schule hat die Aufgabe, sich einerseits mit der Vermittlung von Wissen auseinanderzusetzen und andererseits Charakter– und Persönlichkeitsbildung zu betreiben.

Diesem Auftrag folgend möchte die Schule am Hölkeskampring erreichen, dass ihre Schülerinnen und Schüler eine möglichst große Kompetenz für ihre berufliche Zukunft erhalten, aber dass sie auch Erziehung und Bildung als lebenslangen Lernprozess begreifen. Im Unterricht der Schule am Hölkeskampring werden den Schülerinnen und Schülern angemessenes soziales Verhalten und Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die zur allgemeinen Handlungsfähigkeit beitragen sollen.

Vorrangig steht im Schulleben der Schule am Hölkeskampring die pädagogische Orientierung, d. h. die Zuwendung der Lehrerinnen und Lehrer zu den Schülerinnen und Schülern (persönliches Verhältnis / soziale Betreuung) hat Priorität. An der Schule am Hölkeskampring lernen die Schülerinnen und Schüler u. a. grundlegende soziale Verhaltens­weisen; erziehender Unterricht ist selbstverständlich. Die Grundkenntnisse und die Vertiefung des Wissens sowie die Ausbildung der Fertigkeiten und Fähigkeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch stehen in allen Klassen im Vordergrund. Darüber hinaus werden folgende Unterrichts- und Erziehungsziele angestrebt: 

  • Befähigung zum selbstkritischen Urteil, eigenverantwortlichen Handeln und zur schöpferischen Tätigkeit
  • Erziehung zur Freiheit und Demokratie
  • Erziehung zu Toleranz, Achtung der Würde des anderen Menschen und Respekt vor Überzeugung anderer Orientierung über die Bedingungen der Berufs- und Arbeitswelt Befähigung zur Wahrung von Rechten und Pflichten in der Gesellschaft

Die Schule am Hölkeskampring fördert die Schülerinnen/Schüler, die sowohl praktisch als auch theoretisch begabt sind und besonderer Hilfe und intensiver Zuwendung bedürfen. Sie erfahren Lernfreude und Selbstvertrauen. Das ist die Grundlage für ein erfolgreiches Weiterlernen.

Die Schule am Hölkeskampring

  • verbindet die Vermittlung von Allgemeinbildung mit der Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt
  • fördert Schülerinnen/Schüler mit verschiedenen Begabungen, z. B. handwerklichen, künstlerischen, sozialen
  • sozialisiert und qualifiziert junge Menschen für das Gesellschaftsbild und das berufliche Leben und für ein verantwortliches Eintreten für unsere demokratische Grundordnung

Aus den Bemühungen der Lehrerinnen und Lehrer der Schule am Hölkeskampring, ihren Schülerinnen und Schülern Erfolg versprechendes Lernen und soziales Handeln zu ermöglichen sowie Zukunftsperspektiven in der Berufs- und Arbeitswelt zu schaffen, entwickelte sich im Laufe der Zeit ein pädagogisches Konzept, das Erfolg versprechende Perspektiven aufzeigt und ständig weiterentwickelt wird.

Differenzierte Angebote, Projekte und pädagogisches Vorgehen sind Teile in einer Gesamt­konzeption, die in einem Schulprogramm aufeinander abgestimmt und miteinander vernetzt werden sollen. Das schriftliche Festhalten dieser Konzeption der Schule am Hölkeskampring soll dazu dienen, die zielgerichtete pädagogische Arbeit mit ihren Schwer­punkten und zentralen Schulprogrammpunkten transparent zu machen. Damit wird eine verbindliche, strukturierte und zukunftsorientierte Schul- und Unterrichtspraxis angestrebt.

2. Schule als pädagogische Heimat

Schülerinnen und Schüler der Schule am Hölkeskampring sollen sich angenommen wissen und sich wohl fühlen, um ihr Lern- und Leistungsverhalten zu optimieren und ihr Sozial­verhalten zu stabilisieren.

Dieses soll durch ein positives Schulklima erreicht werden, indem sich u. a. folgende pädagogische Schwerpunkte nachhaltig auswirken sollen:

  • Vertrauensvolle Atmosphäre – Vermittlung des „Wir – Gefühls“
  • Lehrerinnen und Lehrer der Schule am Hölkeskampring machen den Schülerinnen und Schülern deutlich: „ Wir mögen euch! Wir haben Zeit für euch! Wir helfen euch!“
  • Gemäßigtes Klassenlehrerprinzip, d.h. die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer unterrichtet besonders in den Klassen 5/6 einen deutlichen Anteil der Stunden in der Klasse.
  • Anzahl der in den Klassen 5/6 unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern ist relativ gering und bleibt in den folgenden Schuljahren in der Regel erhalten (konstante Lerngruppe mit emotionaler/sozialer Stabilität, dadurch bessere Bewältigung von Misserfolgen/Konflikten sowie Motivationssteigerung und stärkere Berücksichtigung der individuellen Lern­geschwindigkeit).
  • Lehrerinnen und Lehrer sind in ihrem Verhalten beispielgebend für die Schülerinnen und Schüler.
  • Gewaltlose Konfliktlösungen wirken aggressivem Verhalten entgegen (häufige Schüler­gespräche und Erziehungsberatungsgespräche mit Eltern, Sportangebot, ...)
  • Durchlässige Schule (Schule am Hölkeskampring hat immer „Tag der offenen Tür“).
  • Je Schuljahr wird in der Regel ein Aktionstag durchgeführt (Renovierung / Verschönerung der Klassen, Gestaltung des Umfeldes der Schule...).
  • Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die pädagogische Arbeit der Schule:
  1. Schülerlotsendienst
  2. Mitwirkung an der Schulzeitung
  3. Veranstaltung von Pausendiscos
  4. Durchführung des SV - Pausensports
  5. Patenschaften von Schülerinnen und Schülern der 9./10. Klassen in den 5. Klassen
  6. Beteiligung der 9./10. Klassen an der Aufsicht (Verhaltenshinweise/Appelle)
  7. Förderunterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik
  8. Klassenfahrten, in der Regel in jeder Jahrgangsstufe
  9. Nachmittagsbetreuung

Über allen Punkten stehen die fundamentalen pädagogischen Ziele und Vermittlung der Werte:

  • Aufrichtigkeit
  • Hilfsbereitschaft
  • Glaubwürdigkeit
  • Leistungsbereitschaft
  • Pünktlichkeit

3. Schule als Haus des Lernens

Die Schule am Hölkeskampring versteht sich als Ort des Lernens und Lebens. Wie schon unter 2. (Schule als pädagogische Heimat) verdeutlicht, verbringen die Schülerinnen und Schüler einen deutlichen Teil ihrer Kindheit und Jugend in der Schule. Hier findet Begegnung, soziale Erfahrung und Identitätsfindung statt.

Schule hat den Auftrag, Lernkompetenz, grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertig­keiten zu vermitteln. Dabei stehen die Beherrschung der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen im Vordergrund des Lernens.

Die Schule am Hölkeskampring als „Haus des Lernens“ hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler auf eigenständiges Lernen vorzubereiten und zu befähigen, Lernprozesse zu reflektieren und zu optimieren. Das geschieht in allen Unterrichtsfächern, indem auch aktuelle Problemlagen und Konflikte aufgegriffen werden.

Zentrale Punkte des Lernens an der Schule am Hölkeskampring sind:

  • Feste Lernräume (Klassen)
  • Aufbau von Lernkompetenz in den Klassen 5/6 durch ermutigende Erfahrungen
  • Projektunterricht und projektorientiertes Lernen
  • Lernen mit Bewegung
  • Vergleichbarkeit der Klassenarbeiten in Mathematik, Deutsch und Englisch
  • Freiarbeit und Wochenplanarbeit
  • Schulbezogene Lehr- und Lernpläne
  • Aufbau von Medienkompetenz (Informatik, Fernsehen, Zeitschriften...)
  • Praxisorientiertes Lernen (Arbeitslehre)
  • Eingehen auf die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten
  • Differenzierung bei unterschiedlichen Lerntypen
  • Zeitweise Trennung von Mädchen und Jungen je nach Lernsituation (Sport, Natur­wissenschaften...)
  • Lernen durch Übernahme von Verantwortung von Schülerinnen und Schülern (Schüler­lotsen, Schüler-Bistro, Pausendisco, Pausensport, Aufsichtsbeteiligung...)
  • Verkehrserziehung (Mofa – Unterricht, Verhalten im Straßenverkehr...)
  • Festigung von Basisqualifikationen in den Abschlussklassen im Hinblick auf Berufs­eingangsqualifikationen
  • Deutsch: Angemessene mündliche und schriftliche Sprachverwendung (Umgangssprache, Standardsprache...), grammatisches und orthographisches Wissen...
  • Mathematik: Dreisatz, Prozent- und Zinsrechnung, Bruchrechnung, Geometrie...
  • Englisch: Mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit
  • Schuleigene Minimalpläne in Deutsch, Mathematik und Englisch
  • Dialoge über Wirksamkeit des Lehrens (Evaluation)
  • Lernen auch mit außerschulischen Partnern

(Stand: 01.04.2006)